Schweißdrüsenentfernung bei Hyperhidrose (vermehrtem Schwitzen)

Übermäßiges Schwitzen betrifft nach einer Studie ca. 2,2% der deutschen Bevölkerung. Das entspricht 1,8 Mio. Menschen. Die betroffenen Personen leiden unter übermäßiger Schweißbildung in den Achselhöhlen, an den Handflächen und Füßen. Durch die oberflächliche Einspritzung von Botulinumtoxin (z.B. Botox oder Xeomin) in die betroffenen Areale kann man eine 100%ige Wirkung erzielen, jedoch muss dieses Verfahren ca. alle 4-6 Monate wiederholt werden. Diese Behandlung ist somit sehr effektiv, jedoch auch sehr kostenintensiv, da die Krankenkasse hierfür nicht aufkommt. Eine dauerhafte Alternative stellt die Schweißdrüsenabsaugung (Saugkürettage) der axillären Schweißdrüsen dar. Mit feinen Kanülen, die über kleinste Stiche eingeführt werden saugen und schaben wir die Schweißdrüsen ab. Dieses erfolgt in örtlicher Betäubung und kann ambulant durchgeführt werden. Eine Restfunktion wird allerdings erhalten bleiben, da man nicht 100 % der Drüsen entfernen kann – somit bleibt ein „normales Schwitzen“ bei Hitze und körperlicher Betätigung bestehen.

Operationsdauer 1 Stunde
Narkose örtliche Betäubung
Klinikaufenthalt ambulant
Fädenentfernung selbstauflösend
Gesellschaftsfähig nach 2 Tagen
Arbeitsfähig nach 2 Tagen
Kosten ab 1000 EUR